
Neuigkeiten, Besonderheiten, Absonderlichkeiten...
Dailies
20.05.2006:
Das erste Menu (unter "Bilder") +++ css-Feintuning
24.10.2005:
Verbessertes Farbschema +++ Neue Startseite +++ Info-Box via SSI eingebunden
06.10.2005:
Das erste Farbschema ist fertig +++ Eine vorübergehende Fassung der Seite "Tiere" ist online +++ Das Posterized ist
eingefügt
Hallo! Das da oben ist ein Testmenu. Es ist zwar endlich ganz hübsch, hat aber noch keine Funktionalität. Sorry!
| Fyre: | |||
(Ich werde versuchen, die Grundlagen allgemein zu halten. Die Umsetzung am Rechner findet allerdings mit Inkscape statt.)
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Bei der Konstruktion zusammengesetzter Körper ist es wichtig, darauf zu achten, wie die Einzelformen zueinander liegen. Als Versuchsperson dient hier der Schnnemann. Der handelsübliche Schneemann besteht aus drei Kugeln. Gezeichnet wird er also aus drei Kreisen: |
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Je nach Blickwinkel überlagern die Kreise sich gegenseitig. Im Beispiel sehen wir von oben auf den Schneemann herab. Die meisten Menschen sind ja auch größer als die meisten Schneemänner. Die oberen Kreise überdecken also die unteren jeweils ein Stück. |
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Die Schatten, die einen Körper dreidimensional erscheinen lassen, sind die Körperschatten. Die Stellen, die einem am nächsten sind, wirken am hellsten, je weiter etwas weg ist, desto dunkler wird es. Die Farbe der Schatten wird hierbei vom Umgebungslicht beeinflusst. Für unseren Schneemann heißt das: Jeder Kreis wird dupliziert, die Duplikate bekommen einen radialen Farbverlauf von weiß (innen) zur Umgebungsfarbe mit hohem Transparenzanteil (außen). Danach müssen die Kreise natürlich wieder in die richtige Reihenfolge gebracht werden. |
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Nun kommen die Schlagschatten. Diese sorgen dafü, dass ein Körper nicht nur alleine plastisch wirkt, sondern auch in seine Umgebung passt. Schlagschatten werden von Körpern auf Flächen geworfen. In unserem Beispiel stellen wir uns eine Lichtquelle oben links vor. Der Schneemann wirft also einen Schatten nach unten rechts auf den Boden (ja, der Schatten ist nicht korrekt und ich weiß auch, dass er runder sein müsste). Außerdem wirft jede der Kugeln einen Schatten auf die jeweils darunterliegende. Hierfür habe ich die unteren beiden Kugeln wieder dupliziert und ihnen einen stark transparenten radialen Farbverlauf von der Umgebungsfarbe (innen) nach zur Körperfarbe Weiß (außen). Den Ursprung des Gradienten habe ich jeweils an den unteren Rand der oberen schattenwerfenden Kugel verschoben und die Länge an die Rundung angepasst. Da die Lichtquelle links ist, muss das Zentrum des Farbverlaufs außerdem ein wenig nach rechts verschoben werden. |
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Soll der Schneemann auch noch ein Gesicht bekommen, dürfen auch hier die Schatten nicht vergessen werden. Um den 3D-Effekt beizubehalten, muss außerdem bedacht werden, dass Objekte in der Ferne immer kleiner wirken. Das hintere Auge muss also insgesamt kleiner und schmaler sein als das vordere. Die Kreise für den Mund werden ebenfalls nach hinten immer kleiner. Und auch sie werfen natürlich kleine Schatten. |
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Ziel ist es, dass aus einem simplen Rechteck auf möglichst einfachem Weg ein Körper wird.
Also - zeichne ein Rechteck. Für diejenigen, die das Ganze mit Bleistift und Papier ausprobieren, gilt: Ein Geodreieck erleichtert das Leben und es ist keine Schande, es einzusetzen.
Für die korrekte Darstellung von Schatten benötigen wir einen Horizont, also eine Gerade, an der "der Himmel an die Erde stößt". Das Rechteck sollte zu ca. zwei Dritteln darüber hinausragen. Liegt es zu tief, wirkt es "eingebettet", liegt es höher, scheint es zu schweben - was ohne Frage auch seinen Reiz hat.

Die einfachste Möglichkeit, einen Körper korrekt darzustellen, ist die Verwendung eines einzelnen Fluchtpunktes. Das Vorgehen ist hierbei zunächst immer gleich. Man malt sich irgendwo einen Punkt und verbindet sämtliche Ecken des Rechteckes mit diesem. Da, wo diese Verbindungslinie das Rechteck schneiden würde, wird sie einfach weggelassen. Das heißt natürlich, dass es gar keine Verbindungslinien gibt, wenn sich der Punkt hinter dem Rechteck befindet. Allein durch diese Hilfslinien bekommt die simpelste Zeichnung sofort eine gewisse Tiefe.
Nun werden parallel zu den Seites des Rechtecks, die dem Fluchtpunkt zugewandt sind, weitere Hilfslinien eingezeichnet. Diese bestimmen die Tiefe des Körpers. Wo genau sie liegen, ist also Geschmackssache, wichtig ist nur, dass ihr Schnittpunkt auf einer der "Fluchtpunkthilfslinien" liegen muss.

Kurzer Einschub: Sollen die Körper transparent sein, müssen ALLE Ecken des Rechtecks mit dem Fluchtpunkt verbunden und Parallelen zu ALLEN Seiten des Rechtecks eingezeichnet werden. Auch hier gilt, dass die Schnittpunkte der Parallelen auf den anderen Hilfslinien liegen müssen. Die weiteren Erklärungen gelten aber für nicht-transparente Körper.

Weiter geht es mit einem Rechteck, das so liegt, wie der Mensch es am harmonischsten und interssantesten empfindet: Etwas oberhalb des Horizontes und mit vertikalem und horizontalem Versatz zum Fluchtpunkt. Was nun noch fehlt, ist eine Lichtquelle, denn ohne Licht kein Schatten. Und nichts gibt einfacher einem Körper Tiefe, als ein ordentlicher Schlagschatten. Der Einfachheit halber (glaubt mir einfach), wird diese Lichtquelle auf der anderen Seite des Rechtecks- das ja inzwischen schon ein Quader ist - und ein gutes Stück oberhalb des Fluchtpunktes platziert. Je höher die Lichtquelle liegt, desto kürzer sind hinterher die Schatten. Das ist wohl bekannt, sollte aber bei der Planung bedacht werden.
Nun wird es ganz kurz ein winziges bisschen kompliziert. Als Erstes wird das Lot von der Lichtquelle zum Horizont gefällt. Also eine Gerade, die rechtwinklig auf dem Horizont steht und durch den Punkt geht, der die Lichtquelle darstellen soll. Von dem Punkt aus, an dem sich Lot und Horizont treffen, werden nun Linien durch die unteren Eckpunkte des Quaders (also die, mit denen er auf dem Boden steht) gezogen.

Nun wissen wir also, wie unsere Schatten verlaufen, aber nicht, wo sie aufhören. Um dies herauszufinden, benötigt man ... ein paar weitere Hilfslinien. Diese verlaufen von der Lichtquelle durch die OBEREN Ecken des Quaders.

Es sollten sich nun drei neue Schnittpunkte ergeben haben. Da es aber - je nach Zeichnung - auch mehr sein können: Wichtig sind jetzt die Punkte, an denen sich die Hilfslinien schneiden, von denen einen durch eine untere Quaderecke und eine durch die obere an derselben Quaderkante geht. Verbindet man diese Schnittpunkte, hat man den "Rand" des Schattens. Wer also mit Bleistift zeichnet, muss nur dieseb Verbindungslinie ziehen; am Computer muss man zwei Polygone zeichnen, die durch die Ecken des Quaders und die entsprechenden Schnittpunkte der Hilfslinien bestimmt sind.

Der Schatten kann jetzt in einem dunklen Grauton gefüllt werden. Eleganter ist allerdings die Variante, einen Farbverlauf zu nehmen, der am Quader fast Schwarz mit einem ganz leichten Stich in seine Füllfarbe und am äußeren Rand eine Abdunklung des "Bodens" (bzw. wenn dieser nicht mitgezeichnet wird, einfach grau) ist. Ein Schatten ist am verursachenden Körper immer dunkler als zum Rand hin.
Die Flächen der Quaders erhalten ebenfalls einen Farbverlauf. Wir gehen davon aus, dass das Licht hauptsächlich an der Kante auftrifft, die von der oberen vorderen, der Lichtquelle zugewandten Seite nach hinten geht. Hier liegt jetzt der Ursprung eines radialen Farbverlaufs. Dieser entspricht außen der eigentlichen Farbe des Körpers und innen einer extremen Aufhellung - fast weiß - eben dieser. Für die weiteren sichtbaren Flächen wird der selbe Farbverlauf verwendet. Hier aber linear zu der Ecke hin, die von der Lichtquelle am weitesten entfernt ist. Mit dem Gradienten des Verlaufs sollte so lange gespielt werden, bis er zu dem radialen Farbverlauf passt.

Was nun als i-Tüpfelchen noch fehlt, ist der Körperschatten, also der Schatten, der den Körper abhängig vom Umgebungslicht betont, ohne dass ein Schlagschatten verursacht wird. Ich finde es am Schönsten, wenn hierfür die Flächen, die nicht direkt der Lichquelle ausgesetzt sind, dupliziert werden. Diese erhalten nun einen linearen Farbverlauf von Transparent zur abgedunkelten Grundfarbe des Körpers hin.
Außerdem kann man den Endfarbton noch etwas entsprechend des Umgebungslichtes abtönen. Also rot für Sonnenuntergänge, Grün für Sci-Fi-Szenen etc....
Außerdem können jetzt alle Hilfslinien entfernt werden.

Bei Bleistift- (Buntstift-, ....)Zeichungen ist es im Allgemeinen einfacher, zuerst den Körperschatten und dann eventuelle Schlagschatten zu zeichnen. Am effektivsten sind hier entgegengesetzte Schraffuren.